Risikomanagement - So können Sie das Sparplan Risiko verringern

Im vorherigen Artikel zum Sparplan Risiko haben Sie erfahren, was Risiko überhaupt bedeutet und worauf Sie genau achten sollten. Risiken gehören zum Sparplan genauso wie zum Leben, doch zum Glück gibt es ein paar Dinge, die man beachten kann. Das Risikomanagement ist ein wichtiges Tool für Investoren, um das Sparplan Risiko im Idealfall zu verkleinern. Für Sparpläne sind viele der üblichen Tools nicht notwendig, z.B. bestimmte Gewichtungsobergrenzen pro Investition einzuhalten oder Verlustgrenzen (Stopp-Loss genannt) zu setzen. Bei kleineren Sparplänen ist das aufgrund der hohen Transaktionskosten auch gar nicht möglich.

 

Der Sparplan lebt davon, langfristig unangetastet vor sich hin zu arbeiten und den Kostendurchschnittseffekt voll auszunutzen. Somit sind aktive Eingriffe zwar nicht unbedingt sinnvoll, die Flexibilität der Sparpläne bietet Anlegern aber trotzdem einige spannende Möglichkeiten.

Diversifikation

Nicht alles auf eine Karte zu setzen, kann auch bei der Geldanlage hilfreich sein. Unter einem diversifizierten Portfolio versteht man in der Regel ein Portfolio, das aus mehreren verschiedenartigen Wertpapieren besteht. So kann es z.B. sinnvoll sein, einen 100€-Sparplan in vier kleine 25€-Sparpläne aufzuteilen, um damit eine breitere Streuung zu erreichen. Natürlich nur, wenn dadurch nicht zu hohe Sparplan Kosten entstehen.

 

Es gibt unzählige Berechnungen, wie ein 50/50* (50% Aktien, 50% Anleihen), ein 60/40** (60% Aktien, 40% Anleihen) oder ein 70/30*** (70% Aktien, 30% Anleihen) Portfolio in der Vergangenheit abgeschnitten hätte.

Dabei handelt es sich zwar um Berechnungen auf der Grundlage von Einzelinvestments, aber die Aussage ist deutlich genug: Die maximalen Verluste in den schlechtesten Jahren werden reduziert, wenn auch mit einer leicht schlechteren durchschnittlichen jährlichen Performance. Dies dürfte auch auf Sparpläne zutreffen, die nochmal weniger schwanken sollten aufgrund des Durchschnittskosteneffektes. Das sind sehr simple Diversifikations-Strategien und zeigen bereits den gewünschten Effekt. In Mischfonds und Portfolio-ETFs wird genau diese Strategie umgesetzt. Fehlt Ihnen das Wissen (oder auch das Geld), um ein breites Portfolio aufzubauen, können solche Mischfonds und Portfolio-ETFs genau das Richtige für Sie sein.

 

Diversifikation ist wie im obigen Beispiel möglich, indem ein Anleger verschiedene Asset-Klassen (Aktien, Anleihen, Rohstoffe) kombiniert, aber auch verschiedene Regionen & Länder und auch verschiedene Sparpläne, z.B. ETFs, Fonds und Einzelaktien. Idealerweise auch von verschiedenen Anbietern. Der Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt. Zu viel Diversifikation kann allerdings dann einen negativen Effekt haben, wenn die Kosten pro einzelner Sparplanausführung zu hoch sind oder man den Überblick über die Gesamtrendite verliert und zu viele mittelmäßige Investments die Rendite runterziehen.

Transparenz

Nur in Investments zu investieren, die man versteht und nachvollziehen kann, kann das Risiko ebenfalls verringern. Deswegen sollte man darauf achten, dass der Anbieter des Investments auch daran interessiert ist, dass der Kunde das Produkt versteht. ETFs sind in der Regel ziemlich transparent, auch das Geschäft eines großen Unternehmens versteht man relativ leicht und gut. Bei Fonds sieht die Sache schon anders aus. Viele Anbieter möchten nicht zu viel preisgeben, damit andere Anbieter die Strategie nicht kopieren. Für einen Anleger ist es jedoch wichtig, zumindest die Grundlagen der Strategie zu verstehen. Damit vermeidet man böse Überraschungen.

Nun haben Sie einen Überblick über das Risiko und das Risikomanagement erhalten und haben eine Vorstellung davon, was zu Ihren Zielen und Vorstellungen passen könnte.

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