Der ETF Sparplan: Perfekt für die sinnvolle Geldanlage

Ein transparentes Sparplan ETF Sparschwein
Das ETF Sparschwein: Transparent, günstig, einfach. Bild: Franklin Heijnen - "P3570144"

Wer heutzutage Geld anlegen möchte, wird früher oder später auf ETFs stoßen. In Deutschland hat sich das Anlagevolumen der ETF Privatinvestoren in den letzten zweieinhalb Jahren auf fast 12 Milliarden Euro verdoppelt.

ETFs haben den großen Vorteil, dass Sie sich als Anleger selbst aussuchen können, in welche Anlageklasse und in welche Region/welches Land Sie investieren möchten. Sie lernen also, was ein gutes Investment bedeutet und suchen sich Ihre ETFs selbst aus. Viel falsch machen können Sie mit den meisten ETFs dabei in der Regel nicht. Das ist gut für Einsteiger.

 

Mit einem ETF Sparplan investieren Sie regelmäßig Geld in einen sogenannten ETF. Dabei hat der ETF Sparplan die Vorteile jedes Sparplans:

  • Hohe Flexibilität: Der Sparplan kann jederzeit pausiert, beendet, erweitert oder verringert werden.
  • Hohe Transparenz: Sie entscheiden und erhalten genau das, was Sie möchten.
  • Geringe Kosten: ETFs haben im Schnitt niedrige laufende Kosten und viele Anbieter bieten sogar kostenlose Sparplanausführungen für ETF Sparpläne an.
  • Geringe Einstiegshürde: Einen ETF Sparplan zu erstellen, ist sehr einfach und bereits ab 25€/Monat Sparrate möglich.

Was ist ein ETF?

Im Grunde handelt es sich bei einem ETF (Englisch: Exchange Traded Fund) um einen Fonds. Wie auch bei dem aktiv gemanagten Fonds aus dem Fonds Sparplan, handelt es sich um ein sogenanntes Sondervermögen. Ihr angelegtes Vermögen wird vom übrigen Vermögen der Fondsgesellschaft getrennt verwahrt und ist damit vor einer Pleite der Fondsgesellschaft gesichert.

ETFs unterscheiden sich jedoch in mehreren Punkten von gewöhnlichen Fonds:

 

1. ETFs sind meistens passiv verwaltet und bilden einen Index ab. Ein Index bildet die Wertentwicklung mehrere Wertpapiere, z.B. Aktien, Anleihen oder Rohstoffe ab. Das beliebteste Beispiel hierfür ist der Deutsche Aktienindex (DAX), der die Wertentwicklung der 30 größten börsennotierten Unternehmen Deutschlands abbildet.

Ein DAX ETF bildet damit ziemlich genau die Entwicklung des DAX Index ab. Hierbei entstehen kaum Kosten, denn der Manager muss die Wertpapiere nicht mehr aktiv aussuchen. Der Index gibt diese vor.

Randnotiz: Es gibt auch aktiv verwaltete ETFs, die etwas höhere Gebühren haben. Diese sind meistens günstiger als "normale", aktive Fonds.

Mit einem Investment in einen ETF investieren Sie also immer gleichzeitig in mehrere Wertpapiere und erreichen dadurch bereits eine Diversifizierung. Diese ist umso höher, je größer der Index ist. Beispielsweise umfasst der MSCI World Index etwa 1.600 (!) Aktien aus den Industrieländern der Welt.

Auch unterscheidet sich der technische Ablauf der Anteilsausgabe bei ETFs und aktiven Fonds, ich verzichte hier auf Details. Es entfällt der sogenannte Ausgabeaufschlag, was für den Anleger geringere Kosten bedeutet.

 

Die Vorteile: Geringe Kosten, hohe Transparenz, einfache Prozesse, Diversifikation.

 

2. Sie werden wie eine Aktie börsengehandelt (daher der englische Name). Das bedeutet, ETFs können zu den üblichen Börsenöffnungszeiten gehandelt werden, während der Handel mit Fonds nur einmal am Tag zum sogenannten NAV stattfindet. Der NAV (NettoInventarWert = Net Asset Value) ist der Anteilswert des tatsächlichen Vermögens des Fonds (also der Wert aller Vermögensgegenstände, z.B. Aktien, geteilt durch die Anzahl aller ausgegebenen Anteile). Dieser wird zwar auch bei ETFs einmal am Tag berechnet. Der Handel findet jedoch wie bei einer Aktie zu laufenden Kursen statt. Daher wird der NAV hierfür geschätzt.

 

Die Vorteile: Durchgehender Handel (zu Börsenöffnungszeiten), hohe Liquidität, hohe Transparenz.

 

3. Die Wertentwicklung ist einigermaßen planbar. Bei einem aktiv gemanagten Fonds weiß man selten, was der Manager gerade vor hat, wie sich dies auf die Performance auswirkt und was jetzt genau zum Erfolg oder Misserfolg geführt hat. Das ist vor allem bei neuen Fonds ein großes Problem. Bei ETFs kann man sich die historische Wertentwicklung des Index oft bis weit in die Vergangenheit anschauen. Da die Wertentwicklung des ETF möglichst genau der Wertentwicklung des Index abzüglich Kosten entsprechen wird, kann man mit historischen Daten ganz gut arbeiten. Selbstverständlich sind diese nie eine Garantie oder ein Hinweis auf die zukünftige Wertentwicklung. Man kann daraus aber ableiten, dass ein Index über einen langen Zeitraum durchschnittlich eine bestimmte Performance erzielt hat und bestimmte Schwankungen aufwies.

 

Das haben Sie bereits gelernt: ETFs sind meist passiv verwaltete, börsengehandelte Fonds, die einen Index abbilden. Durch die Transparenz sind ETFs auch für Einsteiger gut zu verstehen. Selbst mit nur einem ETF Sparplan diversifizieren Sie bereits Ihr Portfolio. Sie können Die Wertentwicklung des Index abschätzen. ETFs werden oft besonders gefördert und es werden z.B. kostenlose ETF Sparplan Ausführungen angeboten.

 

Doch wie wählen Sie den besten ETF für Ihre Sparplan aus? Das lesen Sie im nächsten Artikel: