Was ist ein Fondssparplan?

London, Was ist ein Fonds Sparplan?
London, Heimat berühmter Fondsmanager. Vielleicht auch des Fonds Ihres Sparplans? Bild: Vince Smith - "The City"

Mit einem Fondssparplan investieren Sie regelmäßig Geld in einen Fonds. Dabei hat der Fondssparplan die Vorteile jedes Sparplans:

  • Hohe Flexibilität: Der Sparplan kann jederzeit pausiert, beendet, erweitert oder verringert werden.
  • Hohe Transparenz: Sie entscheiden und erhalten genau das, was Sie möchten.
  • Geringe Kosten: Fonds haben recht niedrige laufende Kosten und viele Sparplan-Anbieter bieten sogar kostenlose Sparplanausführungen fürFondssparpläne an, also ohne Ausgabeaufschlag.
  • Geringe Einstiegshürde: Einen Fondssparplan zu erstellen, ist sehr einfach und bereits ab 25€/Monat Sparrate möglich.

Was ist ein Fonds?

Ein klassischer Fonds ist ein aktiv verwalteter Fonds, im Gegensatz zu den meist passiv verwalteten ETFs. Die für Sparpläne relevanten Fonds und ETFs nennt man auch offene Fonds oder Publikumsfonds, sie sind offen für alle Anleger. Geschlossene Fonds sind dagegen nur für einen bestimmten Anlegerkreis zugängig. Ein Fonds ist ein sogenanntes Sondervermögen (gilt übrigens auch für ETFs). Dafür wird das Geld der Anleger von dem restlichen Vermögen der verwaltenden Fondsgesellschaft getrennt und dadurch vor einer Pleite der Gesellschaft geschützt. Der Fondsmanager investiert dieses Geld nach seinen Strategien in bestimmte Wertpapiere. Der Anleger wiederum erhält für seinen Anlagebetrag eine bestimmte Anzahl Anteile. Je nachdem, wie sich der Fonds entwickelt, fällt und steigt damit der Wert des investierten Geldes eines Anlegers.

 

Ein Fonds verfolgt eine feste Strategie mit einem ein festen Ziel. Es kann zum Beispiel sein, dass ein Fonds eine möglichst hohe Rendite mit einer trendfolgenden Aktienstrategie erzielen möchte. Oder ein Fonds möchte beispielsweise eine möglichst sichere stetige Rendite mit Anleihen erzielen. Daraus ergibt sich auch der Schwerpunkt, in den ein Fonds investiert.

 

Nach dem Anlage-Schwerpunkt lassen sich verschiedene Fonds-Arten einteilen:

 

Aktienfonds investieren ausschließlich in Aktien. Aktienfonds haben oft ein höheres Risiko als vergleichbare Fonds, doch ist Aktienfonds nicht gleich Aktienfonds. Er kann z.B. vorwiegend in große Unternehmen, kleine Unternehmen, Schwellenländer, Europa, die USA oder nach verschiedenen Strategien (z.B. Value oder Growth) investieren. Defensivere Aktienfonds investieren überwiegend in große Unternehmen der Industrienationen, denn kleinere Unternehmen und Schwellenländer gelten als risikoreicher.

 

Anleihenfonds oder Rentenfonds setzen ihren Schwerpunkt auf festverzinste Wertpapiere, sogenannte Anleihen. Unternehmen oder Staaten geben Anleihen aus und machen damit Schulden. Als Ausgleich zahlen sie den Investoren jedes Jahr einen festen Zinssatz aus und zum Ende der Laufzeit der Anleihe das gesamte Geld zurück. Damit wird auch deutlich: Geht ein Unternehmen oder ein Staat Pleite, ist das Geld in der Regel weg. Da eine Pleite großer Staaten unwahrscheinlich ist, sind dies die sichersten Anleihen. Entsprechend mager fällt meistens jedoch auch die Rendite aus, denn die Staaten ruhen sich auf dem sicheren Status aus. Investoren, die diese Sicherheit brauchen, kriegen dafür eben weniger Geld.

Auch gilt als Faustregel: Je länger die Laufzeit der Anleihe, desto höher die Rendite und desto höher die Kursschwankungen der Anleihe. Anleihen werden auch zwischen Ausgabedatum und Ende der Laufzeit mit anderen Investoren gehandelt und dafür benötigt man einen Kurs. Am Anfang ist dieser normalerweise bei 100. Steigt der Kurs über diesen Ausgabewert, ist das ein Zeichen von Sicherheit und hoher Nachfrage. Sinkt der Kurs dagegen unter den Ausgabewert, steigt das Risiko. Die Nachfrage ist schwach und das Unternehmen oder der Staat möglicherweise in Schwierigkeiten.

Dies ist wichtig zu wissen, wenn man in Rentenfonds investiert. Der Wert des Fonds wird nicht nur von den ausgezahlten Zinsen bestimmt, sondern auch von den Kursentwicklungen der jeweiligen Anleihen. Das ist z.B. ein großer Unterschied zu Festgeld, wo es kein Kursrisiko gibt.

 

Rohstofffonds legen das Geld der Anleger in Rohstoffe an. Allerdings kann ein Fonds keine Tonnen an Erdöl, Mais oder Kupfer horten. Darum wird ein Fonds, mit Ausnahme der Anlage in Gold oder Silber, meistens indirekt in Rohstoffe über sogenannte Terminkontrakte investieren. Das ist sehr kostengünstig und einfach. Da es nur eine begrenzte Anzahl an Rohstoffen zum Investieren gibt, unterscheiden sich Rohstofffonds vor allem in dem, was sie ausschließen und in der Anlagestrategie. So schließen einige Fonds beispielsweise landwirtschaftliche Rohstoffe aus oder Energierohstoffe (Erdöl, Erdgas), meistens aus ehtischen Gründen.

 

Mischfonds (Multi-Asset-Fonds) investieren in mehrere Wertpapierarten, z.B. Aktien und Anleihen oder auch Aktien, Anleihen und Rohstoffe. Je nach Art und Gewichtung des Fonds ist dieser defensiver oder offensiver. Es gibt viele Fonds, die eine marktabhängige Strategie verfolgen und in guten Zeiten mehr ins Risiko (Aktien) gehen und in schwierigen Zeiten mehr in Anleihen gehen oder einfach das Geld uninvestiert lassen.

 

Für einen Fondssparplan sollte man sich überlegen, welches Ziel man damit verfolgt. Wer das Geld sicher anlegen möchte, würde wahrscheinlich eher einen defensiveren Fonds wählen. Wer voll ins Risiko gehen möchte, würde wohl entsprechend offensiver agieren.

 

Welche Renditen sind mit einem Fondssparplan möglich?

Dieser Frage ist der BVI (Deutscher Fondsverband) nachgegangen und hat sehr detailliert aufgeschlüsselt, welche Renditen in der Vergangenheit mit bestimmten Fondskategorien oder einzelnen Fonds möglich waren.